Pflege

Die Form der Wohn- und Pflegeorganisation in den Hausgemeinschaften St. Jakob ist unter dem neuen Begriff „Hausgemeinschaftskonzept“ zusammengefasst.

Die Bewohnergruppe der Hausgemeinschaft ersetzt die bisher bekannten wesentlich größeren Wohnbereiche. Die Alltagsorganisation mit der Gruppe / für die Gruppe steht im Mittelpunkt des Konzeptes.

 

 

 

 

 

 

 

Leitbild

Die Hausgemeinschaften St. Jakob in Cölbe verstehen sich als fachlich kompetentes, modernes und soziales Dienstleistungsunternehmen. Sie bieten den Bewohnern ein Umfeld, das ihrem gewohnten Alltag entspricht und sich an ihren Fähigkeiten orientiert. Die Selbstbestimmung und die Förderung der Eigenständigkeit haben dabei oberste Priorität.

Deshalb ist es selbstverständlich, dass mit dem Konzept der Hausgemeinschaften die soziale Begleitung und die Hauswirtschaft im Vordergrund des Alltags der Bewohner stehen.

Der Anspruch ist, den Bewohnern ein menschenwürdiges Leben im Alter zu ermöglichen, das an ihre Biografie anknüpft. Den Menschen in seiner Individualität zu achten, ist das primäre Ziel der täglichen Arbeit. Alle Mitarbeiter stellen ihre Erfahrungen, ihre Professionalität und ihr persönliches Engagement in den Dienst der im Haus lebenden Senioren.

Den Hausgemeinschaften St. Jakob ist es ebenfalls wichtig, den Bewohnern ein aktives Gemeindeleben zu ermöglichen.

 

 

Pflegekonzept

Die stationäre Pflege steht vor einer großen Herausforderung. Das beweist die demografische Entwicklung.

Die Marburger Altenhilfe hat sich für ein modernes Konzept entschieden. Die neue Wohnform in den Hausgemeinschaften St. Jakob ist unter dem Begriff „Hausgemeinschaftskonzept“ zusammengefasst.

Dabei wurde berücksichtigt, dass man grundsätzlich nicht davon ausgehen kann, dass alle Bewohner aktiv an der Hausgemeinschaft teilnehmen wollen oder können. Auf diese Menschen und deren individuellen Bedarf wird selbstverständlich flexibel im Alltag reagiert. 

Die Dienstleistungsangebote der Wäscherei, der Küche, der Reinigung und der Haustechnik durch das Dienstleistungsunternehmen der Marburger Altenhilfe, der Marburger Service GmbH, werden deshalb bedarfsgerecht ausgeführt.

 

 

Pflegemodell

Das Pflegemodell folgt dem Leitbild der Marburger Altenhilfe und orientiert sich am Modell der „Aktivitäten und existentiellen Erfahrungen des täglichen Lebens” (AEDL) nach Monika Krohwinkel.

Die umfassende, individuelle und dadurch bedarfsgerechte, an der Persönlichkeit und den Ressourcen orientierte Förderung, der in den Hausgemeinschaften lebenden Menschen, ist ein Ziel aller am Prozess beteiligten Mitarbeiter. Zentrale Priorität im Kontext der Hausgemeinschaftskonzeption, genießt ebenfalls die Unterstützung der Bewohner hinsichtlich der Bewahrung ihrer Unabhängigkeit und Mündigkeit.

Das Resultat: Eine dichtere Zusammenarbeit der Bereiche Hauswirtschaft, soziale Begleitung und Pflege, unterstützt die familiäre Vertrautheit der Hausgemeinschaften.

 

 

Soziale Begleitung

In den Hausgemeinschaften können Bewohner aller Pflegestufen wohnen. Schließlich werden sie nach ihrem individuellen Bedarf begleitet und versorgt.

Eine zentrale Bedeutung innerhalb der Hausgemeinschaft hat die so genannte Präsenzkraft. Sie ist für die Alltagsorganisation und Gestaltung des Gruppenlebens zuständig. Der Pflegedienst ist so organisiert, dass er in jeder Etage einen Stützpunkt hat und in enger Abstimmung mit der verantwortlichen Präsenzkraft steht.

Der pflegebedürftige Mensch wird in den Hausgemeinschaften St. Jakob in seiner Ganzheitlichkeit als Einheit aus Körper, Seele und Geist wahrgenommen und unterstützend begleitet und gepflegt. Dabei sind seine Selbstbestimmung und die größtmögliche Selbständigkeit oberste Ziele. 

Und dieser Anspruch kann nur erreicht werden, wenn die klassische Pflege mit den ergänzenden Therapie- und Beschäftigungsbereichen verzahnt ist. Deshalb ist der Dienst der Präsenzkraft und sozialen Begleitung eng mit der Pflege verknüpft. 

 

 

Pflegeplanung

Die Pflegeplanung gibt einen Überblick über die Tätigkeiten, Ressourcen aber auch die Verluste des Pflegebedürftigen. Zudem sind aber auch die erforderlichen Hilfeleistungen hinsichtlich Pflege und Begleitung festgehalten.

Die Pflegeplanung wird als ein kontinuierlicher Prozess begriffen, in dessen Verlauf Ziele formuliert sind, die selbstverständlich regelmäßig überprüft und gegebenenfalls einer veränderten Situation angepasst werden. Die Pflegeplanung wird in einer Pflegedokumentation schriftlich festgehalten.

Alle an der Pflege und Begleitung beteiligten Menschen werden angemessen an der Pflegeplanung beteiligt.

 

 

Kurzzeitpflege

Wer seine Angehörigen zu Hause pflegt, kennt die hohen Anforderungen, die diese Pflege an Geist und Körper stellen.

Aus diesem Grund ist eine Erholung vom Pflegealltag wichtig. Daher haben die pflegenden Angehörigen ein zugesichertes Recht auf Entlastung - etwa durch Kurzzeitpflege.

In den Hausgemeinschaften stehen acht dieser Plätze zur Verfügung. So können Angehörige eine Auszeit von der Pflege nehmen und regenerieren.